Multidimensionale Konfliktbehandlungen

Das Wichtigste an der gesamten Konfliktbehandlung ist die Prävention von Konflikten!

Eine Prävention ist darüber zu erzielen, dass man gewillt ist:

  1. Eine Architektur von Komplexität zu betreiben für das gesamte Verhältnis menschlicher Beziehungen zur Umwelt. In dieser Architektur sind 7 Werte zeitgleich, parallel und simultan aktiv und dienen als Steuerelemente: Beziehung, Irreversibilität, Veränderung, Verantwortung, Liebe, Glück, Sorglosigkeit (Siehe https://thomas-h-stuetz.eu/5-komplexitaetsarchitektur/).
  2. Eine Architektur sozialer Komplexität zu betreiben, die es gestattet Empathie, Kooperation contra Trauma und Gewalt zu steuern. Gewalt darf nicht mit anderen Problemen verwechselt werden, sondern muss so wie von z.B. Gary Slutkin in Chicago oder von Boal in Brasilien direkt angegangen werden, mit den an der Gewalt beteiligten Parteien.
  3. Gewalt spezifisch und strategisch zu reduzieren. Direkte, strukturelle und kulturelle Gewalt müssen parallel, ubiquitär und zeitgleich angegangen werden. In der Gewalt gibt es Prioritäten. Gewalt gegen Kinder und Frauen ist die schwerwiegendste und am häufigsten vorkommende Gewalt und muss als erste Priorität sowohl der Traumatischen Folgen als auch der Menge wegen behandelt werden.
  4. Kooperation zu fördern, immer und überall. Dies setzt das Arbeiten an gemeinsamen Zielen voraus und bedingt vor allem die Fähigkeit Beziehung vor Interesse zu stellen.
  5. Das Glück zur Strategie, statt zum Ziel zu machen.
  6. Das Ziel als Strategie zu definieren, von der Sorglosigkeit ausgehend als Perpetuum Mobile zu umwandeln und die Strategie an dem Begriff des Wandels und der ständigen Anpassung an die Umwelt definieren.

Da jedoch aufgrund der zu erwartenden Krisen:
Umweltkrisen, Klimakatastrophe, Krisen in der Kommunikation (Fake News und gelenkte Medien), Finanzkrisen (Finanzverteilungskrisen, soziale Ungleichheit, Einkommensschere), Bildungskrise, Technologiekrise, Krise der Familien, Krise der Werte, Vertrauenskrise, etc. das Moment der Prävention allein, zu kurz greift, müssen Spezialisten sich darauf einstellen diese Krisen parallel, zeitgleich, simultan und als ineinandergreifende Krisen zu behandeln.

Ob der zu erwartenden Menge der von den Krisen betroffenen Personen, ist zu schauen, wie Ressourcen verwaltet werden, um Krisen zu bewältigen.

An dieser Stelle muss ich eindeutig zunächst zwei Autoren nennen: Douglas C. North muss aus der Mottenkiste befreit und neu aufgestellt werden. Als Ökonomienobel hat er gemeinsam z.B. mit einem weiteren Ökonomie Nobelpreisträger Oliver E. Williamson gezeigt, dass alle Zivilisationen an der Bewältigung der Transaktionskosten gescheitert sind und gewaltsam beendet wurden.

Der Begriff Transaktionskosten beschreibt Kosten an Faktoren des Tauschs, des Handels, des Teilens aller Güter in einer Gesellschaft, von den materiellen, bis hin zu den emotionalen Gütern festzumachen. Transaktionskosten sind zudem ein sehr ernstes Problem, dann wenn diese die Produktivität in der Gesellschaft übersteigen.

Die Determinanten dieser Kosten sind viele, aber einige darunter müssen wir nennen, weil sie direkt mit unserer Komplexitätstheorie und den darin angesprochenen Prioritäten korrelieren.
Hier Frequenz, Spezifizität, Ungewissheit, begrenzte Rationalität und Opportunismus. Die letzten beiden Begriffe haben z.B. mit den Kosten der Gewalt und mit den Kosten von Trauma in einer Gesellschaft zu tun.

Der Begriff Transaktionskosten bedeutet pragmatisch formuliert, dass alle Versicherungskosten, Sicherheitskosten, alle Verwaltungskosten, alle Bildungskosten, etc. als Tauschkosten in jeder Gesellschaft auftreten.

Wenn die Transaktionen von Gütern jeglicher Art nicht mehr effizient sind, und die Kosten die Rentabilität übersteigen, kollabieren Gesellschaften.

Singlehaushalte sind zum Beispiele Kostentreiber im Bereich Transaktionskosten. Dysfunktionale Familien, oder die Verkleinerung von Familien führen zu Steigerungen von Transaktionskosten.

Aber ebenso steigern sich Transaktionskosten, wenn Unternehmen filetiert werden und interne Transaktionen teuer eingekauft werden müssen.

Es reicht heute aber nicht mehr nur die Rentabilität im Blick zu haben, denn eine Gesellschaft wie die Deutsche, ist bereits hoch rentabel, konkurrenzfähig und effizient bis zum Abwinken, aber diese Effizienz macht weder die Bevölkerung glücklich. Noch reicht sie aus, Deutschland bezogen auf die seit Jahrzehnten sich abbildenden Krisen auszurichten, und die Bevölkerung mit Enthusiasmus am Wandel zu beteiligen.

Neben diesen Kriterien, die alle mit der Effizienz von Transaktionen zu tun haben, müssen wir neue Kriterien hinzufügen, die wir in der Komplexitätstheorie betrachten und wie in unserem Artikel dargestellt charakterisieren.

Deutschland wäre ein glücklicheres Land, wenn neben der Effizienz, eine bessere Allokation von Einkommen stattfände, und der Anteil der Netto-Steuerzahler in Deutschland von 18 Millionen auf mindestens 40 Millionen steigen würde!

Dazu müssten sie aber einen legitimen und fairen Zugang zu Einkommen und Gewinnbeteiligung erhalten, der es ihnen gestatten würde, die durch Bildung erworbene Eigenständigkeit und auch Offenheit der Welt gegenüber nachhaltig auszuleben und einzusetzen.

Die Energiewende in Deutschland wird z.B. nicht vom Staat und von den Großkonzernen vorangetrieben, sondern, der effizienteste Anteil an der Energiewende, wird von den Bürgern selbst erbracht in Eigeninitiative!

Eine gerechte Ressourcenallokation würde die Energiewende in Deutschland um mindestens ca. den Faktor 10 beschleunigen. Es geht hierbei nicht um Gier, sondern es geht um Fairness und Selbstbestimmung. Dies sind zwei wesentliche Merkmale von Identität.

In diesem Zusammenhang ist auch die Arbeit von Ansgar Weymann in seinem Buch „Individuum – Institution – Gesellschaft“ von 2004 zu zitieren, da er auf den Seiten 189-190 folgende Aussage trifft: „Wird der Nationalstaat als Folge der aufscheinenden Globalisierung verschwinden?

Wird dies dann wiederum zur Destruktion des Wohlfahrtsstaates und der staatsbürgerschaftlichen Rechte führen? Werden die nationalstaatlichen Lebenslaufregime zur Bildung und Erziehung, Öffentliche Gesundheit, Altersversorgung und soziale Leistungen zusammenbrechen?

Die Antwort hängt ab von der Einschätzung der Globalisierung. Die radikalste und auch einfachste Idee ist, dass alle fortschrittlichen Industriegesellschaften nach und nach auf ein einziges gemeinsames Modell der Produktion und Wirtschaftsform einschwenken werden als Konsequenz der erfolgreichsten Praxis in Freihandel und freiem Kapitalverkehr (Crouch/Streeck, 1997).

Sorgfältige Analyse zeigt jedoch, dass diese Annahme falsch ist. Auffällig ist die starke Widerständigkeit nationaler historischer Pfade.

Nationale Pfade bieten einen starken Widerstand aufgrund ihrer jeweiligen Einzigartigkeit des Zusammenwirkens von multinationalen Konzernen, der Art der Bereitstellung von öffentlichen Gütern wie Bildung, Infrastruktur, R&D, Justiz und Verfassung, aber auch anderer, weicher Kontextbedingungen wie Sprache, Kultur und Normen.

Dies alles sind starke Kräfte nationaler Art, die einen massiven Einfluss auf die Reduktion von Transaktionskosten haben, was dann wiederum auf die Starke nationaler Wettbewerber im international en Wettbewerb durchschlagt (Berger/Dore 1996).

Deshalb sind alle Diagnosen der Globalisierung übertrieben, die von der wachsenden Machtlosigkeit der Regierungen angesichts transnationalen Kapitals sprechen, die den Nationalstaat bereits als überflüssiges Organisationsprinzip bezeichnen, die den Kollaps des Wohlfahrtsstaates voraussehen, den Tod der Industriepolitik und das Ende nationaler Vielfalt.

Entscheidend im Prozess der Globalisierung ist vielmehr die „Transformationskapazität“ moderner Staaten, also deren jeweilige und höchst unterschiedliche Fähigkeit, mit externen Schocks, Zwangen, Herausforderungen fertig zu werden und die neuen Chancen zu nutzen (Boyer/Drache 1996; HoIlingsworth/Boyer 1997; Weiss 1998).“

In der Frage, die wir in diesem Kapitel behandeln, geht es um die sich überschneidende Menge an katastrophalen Potentialen aufgrund dessen, dass Transaktionskosten massiv in die Höhe schnellen mit zunehmender Desorganisation, parallel, die Ressourcenverteilung völlig unangebracht ist, um Abhilfe leisten zu können und alle Krisen parallel und simultan sowie interdependent auftreten.

Deswegen sehen wir die Komplexitätsarchitektur als das wesentliche Merkmal, von dem Ausgehend die höchsten Chancen bestehen, Krisen erfolgreich zu begegnen!

Bezogen auf die Ressourcenverteilung und dessen Einsatz darf der Leser davon ausgehen, dass in sehr geringer Zeit, jede Verschwendung von Ressourcen in z.B. Rüstung enorme Kosten für das Überleben der Menschen nach sich ziehen wird.

Die Architektur von Sicherheit kann entweder über Angst, extremst teure Spielzeuge wie ein Jäger 90 ein Leopard 2 oder Ähnlichem, die Transaktionskosten sehr schnell über den Zenit treiben, oder so gestaltet werden, dass Kooperation, Zuverlässigkeit, Vertrauen, Verständnis und die anderen bereits genannten positiven Eigenschaften der Erhöhung der Empathie und der Reduktion des Traumas und der Gewalt die Sicherheitskosten in den Keller treiben.

Jede Gesellschaft muss in ihrer Zeit Wagnisse eingehen!

Die Transaktionskostenbelastung ist im Sinne einer globalisierten Welt ebenso weltweit zu denken und zu behandeln.

Gewalt ist der Transaktionskostenfaktor per se. Hinzu kommen theoretische Aspekte, die der Gewalt anhaften, die sie grundlegend von allen anderen Aspekten des Lebens unterscheidet, weswegen bezogen auf Regulierung und Architektur von Komplexität, was die Regulation von Gewalt und Trauma allein angeht, wirklich ein globales einvernehmliches Vorgehen seit dem ersten Weltkrieg, und dem Bau der ersten Atombombe, sowie dessen Abwurf angestrebt wird und wünschenswert ist.

Daher wäre es wirklich zu begrüßen, wenn extrem teure Waffentechnologien wie die nukleare Abschreckung, durch kreative Maßnahmen so schnell es geht endlich zugunsten der gemeinsamen Überwindung von Krisen abgestellt würden!

Diese Initiative könnte wunderbar von den bisher genannten Ländern getragen werden, nur von Russland nicht. Die USA stehen mit ihren Angeboten einen kleinen nuklearen Schlagabtausch mit den Russen zu betreiben einem einseitigen Abbau der Nuklearwaffen in Russland im Weg.

Hinzu kommt ein weiterer Faktor, der ein Identitärer Faktor ist. Von allen Kulturen auf Erden ist der deutschsprachige Raum jener mit den häufigsten Möglichkeiten Gutes zu tun, und es dann doch zu lassen, weil der Nachbar (z.B. Frankreich oder Italien) nicht mitzieht.

Es gibt eine Parallelität von deutschem Neid und deutscher Großzügigkeit, die sehr speziell ausgerichtet sind. Diese gilt es unter Beteiligung und Einbeziehung aller in der Bevölkerung existierenden Kräfte zu überwinden, weil das dicke Ende erst noch kommt.

Dies ist nicht mit gewöhnlichen Mitteln zu erzielen, sondern nur mit gezielten und spezifischen Maßnahmen, die eine wie in Deutschland allein mögliche grundlegende Veränderung von Institutionen und Akteuren denkbar ist!

In diesem Paket an Aufgaben, ist z.B. die Überwindung des Gewaltsystems in seiner Funktion als Regulationsmechanismus von nicht nachhaltiger Entwicklung von menschlicher Komplexität, nur eine kurze Momentaufnahme im Katalog der zu absolvierenden Aufgaben.

Eine weitere Aufgabe, unserer Komplexitätsarchitektur folgend ist die Priorisierung von Verantwortung. Verantwortung kann nicht priorisiert werden, wenn eine Gesellschaft ihre eigene Bequemlichkeit, ihre spezielle Faulheit, Arroganz, Dilettantismus Blindheit, …, und Angst, nicht überwindet weil sie sich permanent der Sklaverei als systemische und strukturelle Gewalt straflos bedient um ihre Laster und Sünden leisten zu können.

Dabei ist es völlig egal, ob der Sklave ein Mensch, eine Drohne, ein Roboter oder ein Programm ist. Menschen müssen lernen ihre Verantwortung täglich gespiegelt zu bekommen, ohne dass dies zur Last fällt!

Verantwortung sollte spielerisch, ergonomisch, ludisch, … liebevoll und mit viel Humor angenommen werden. Hierzu hat Andres Ginestet drei Texte geschrieben, die sich Mechanical Valley nennen, ab 1993 geschrieben wurden und seit 2017 zwar veröffentlicht, aber kaum beachtet (Gott sei Dank!) im Netz stehen. Die kürzeste Fassung des Textes ist ebenso veröffentlicht.

Diese Texte waren z.B. der US-Armee bekannt.

Aber die US-Armee, ihre intelligentesten und führenden Offiziere waren nie in der Lage, das Gesamtbild so zu begreifen, wie z.B. deutsch-sprachige Sozialökonomen, Maschinenbauer, Militärangehörige, Physiker, Psychologen oder Künstler.

Dies hatte zwei Vorteile.

In Deutschland hat bereits ein großes Industrieunternehmen, dessen Name geheim bleibt, das erste Mechanical Valley umgesetzt und aufgebaut. Dies ist geschehen in einer völlig geheimen und in keiner Weise veröffentlichten Form. Das Wunder bleibt also nur den Experten bewusst.

In Deutschland sind die Diskussion und der Konsens über dieses Projekt am weitesten gediehen. Auch hier zeigt sich ein Merkmal von Identität und von Nationalität in seiner gepaarten Version, die in Deutschland sehr gut möglich und denkbar ist.

Eines der in diesen Texten beschriebenen Beispiele betrifft die Autoindustrie und ist auf alle Industrien übertragbar. Es geht darum wie am Beispiel eines Autofensters, der leise elektrische Sklave durch eine selbstverantwortete Bewegung der Hand ersetzt werden kann und warum.

An dieser Stelle unterbrechen wir die Illustration unseres Ansatzes der Übertragung von Prioritäten der Komplexitätsarchitektur auf deutsche Wirtschaft und Kultur, weil die zwei Beispiele reichen, um aufzuzeigen, was wir für den deutschsprachigen Raum planen, der deutlich von Manieristischen Vorstellungen abweicht.

Zunächst gilt es kurz zu erklären, warum diese Erwartungshaltung an eine vielfältige und in mehreren Ländern aufgeteilte Kultur (Deutschland, Österreich, Schweiz) gestellt wird.

Ich habe dieses Argument der Erwartungshaltung bereits mehrfach in Deutschland anhand der Gewaltfrage mit Menschen aus allen sozialen Klassen, Altersklassen, mit allen möglichen Bildungsabschlüssen sowie persönlichen Einstellungen besprochen.

Die Frage ist schnell geklärt! Welche Kultur außer der deutschsprachigen bitteschön, soll führend werden in der Welt? Make Amerika great again? Woher? Womit? Mit welcher Absicht? Wozu?

Oder soll Uganda, der Kongo oder den mittleren Europäischen Raum links überholen? Woher? Wie? Was soll überhaupt die Frage oder die Diskussion? Wenn ein Prinzip wie Verantwortung internalisiert wird, weil es Teil einer Strategischen Ausrichtung ist im Sinne einer Komplexitätsarchitektur, stellt sich dann noch die Frage?

Aber selbst, wenn die Frage gestellt würde, welche Kulturlandschaft außer der deutschen sollte in der Lage sein, eine solche Aufgabe wie ein Mechanical Valley besser als vielleicht das Dreierpack Deutschland/Österreich/Schweiz zu implementieren? Die Angelsachsen, Briten und Amerikaner? Die Inder? Nichts gegen die Inder, aber … sicher?

Also, Schluss mit der Debatte und damit auch mit “Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt”

Was soll das dumme Gerede, an die Arbeit!

Als nächstes Momentum gilt es zu klären, welche Länder auf dem Planeten Erde am ehesten die Vorbildfunktion erfüllen können. Deutschland/Österreich/Schweiz haben in den letzten Jahren an Sympathien gewonnen, aufgrund von, differenzierten, vorsichtigen und zurückhaltenden Haltungen in der Außenpolitik.

Deutschland wird in vielen Fragen seinem Ruf nicht gerecht, insofern die Realität dem Ruf hinterherhinkt. Bezogen auf den Klimawandel und bezogen auf den CO2 Ausstoß warten immer noch alle, dass Deutschland endlich die Zielvorgaben erfüllt. Deutschland ist auf dem Weg.

Es gibt innere Bremsen die bestimmte notwendige Entwicklungen hinauszögern. Aber die Welt erwartet von Deutschland, dass es besser abschneidet. Es geht nicht darum dieses wegzudiskutieren. Es geht darum es zu implementieren.

Comply or explain ist hier die Devise.

Das Trio Deutschland/Österreich/Schweiz hat gute Chancen den Sprung nach vorne zu schaffen. Und wenn dieses Trio vielleicht noch eine sinnvolle Allianz mit Russland schaffen würde, dann … würde der Alptraum von George Friedmann endlich wahr.

Gerade im Bereich einer mechanischen Revolution wäre eine Allianz dieser Länder mehr als sinnvoll.

Die ganze Diskussion um politische Interessen ist gemessen an den in der Welt existierenden und vorliegenden Notwendigkeiten pervers und überflüssig. Deutschland/Österreich/Schweiz/Russland können sehr wohl als Vorbilder wirken, so schwer dies vorstellbar ist aufgrund der politischen Differenzen und unterschiedlichen politischen Kulturen.

Aber wer hat behauptet, dass hier ein klassisches patriarchales Vorbild gesucht wird?

In der Komplexitätsarchitektur ist Vielfalt angesagt, da geht es um exakt das Gegenteil von liberaler Hegemonie, wie sie aus den USA dem Planeten mit Gewalt aufgezwungen wird, bei aller Sympathie, die man selbstverständlich für viele positive amerikanische Tugenden empfinden kann.

Also wäre ein Vorbild erwünscht, dass Vielfalt und eben keine Monokultur darstellt.

China könnte sich ebenso schnell dazu gesellen, wie Indien. Nichts spricht dagegen, dass die sogenannten Middle Powers sich einklinken. Das ist aber ein zunächst weniger wahrscheinliches Szenario. Zu erwarten ist, dass zunächst die Allianz der drei deutschsprachigen Länder ohne territoriale und politische Einheit als Beispiel gut funktioniert.

Neben Russland gibt es bereits andere europäische und denkbare Partnerschaften die denkbar sind, hier z. Bsp. der ganze Norden mit Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland.

Bezogen auf die Frage der Identität, wäre ein Zusammenschluss dieser nordischer Länder allerdings ein gutes Beispiel für Diversität und Vorbild.

Sofern sie alle zusammen bestimmte Hausaufgaben erledigen und Erwartungen des globalen Südens aus der Empathie heraus ernst nehmen.

Die EU als Ganzes ist ebenso ein Modell, dass einen denkbaren Beitrag leisten kann, wenn die Krisenwelle auf Europa und dem Rest der Welt einstürzt. Aber hier wird es viele Personalfragen geben, die nicht in diesem Text beantwortet werden können.

Als nächstes sei hier ein kleines Detail angemerkt, dass dem ausreichend intelligenten Leser aufgefallen sein müsste.

Wir reden die ganze Zeit über Komplexitätsarchitektur. Das Wort Architektur impliziert Fundament und Statik. Können die bisher genannten in Frage kommenden Partner Häuser bauen?

Ist Europa kein gutes Gebilde verglichen zu vielen anderen Konstruktionen weltweit? Noch Fragen?! Warum sollte eine Weltarchitektur der Komplexität auf einem anderem als dem Fundament eines guten Vorbilds gebaut werden?

Bezogen auf Wissenschaftlichkeit, auf Kritik und Standhaftigkeit in der Argumentation, wenn es um die Benennung, die Beschreibung, die Wahrnehmung, die Aufarbeitung, die Exploration, die Bekämpfung, das Abarbeiten von Krisen geht, welche Kultur hat die besten Erfahrungen gemacht?

Welche Kultur ist eklatanter gescheitert als z.B. die Deutsche, im Verhältnis zu dem Potential? Wo ist also mehr Effizienz zu erwarten als im deutschsprachigen Raum?

Es geht nicht darum, dass andere Länder nicht ebenso scheitern können. Es geht um die Dimension des Scheiterns gemessen am eigenen Maßstab!

Nur eine Kultur kann paradox und parallel Denker wie Schiller, Kant, Goethe, Forscher wie Humboldt, Planck, Einstein und Freud gegenüber einem Adolf Hitler überleben und überwinden. Die historischen Makel sind noch lange weder aufgearbeitet noch überwunden.

Es wird Zeit diese Aufgabe nachzuholen, denn die Krisen, die kommen, bergen Risiken in sich, die Pol Pot, Stalin, Mussolini, Franco, Somoza und alle Tyrannen dieser Welt in den Schatten stellen könnten.

Insgesamt ist Vorsicht, sowie multilaterales Verhandeln angesagt, denn die Welle Krisen, die auf die ganze Welt zurollt, ist nicht wie die vorhergehenden Krisen!

Das bedeutet, dass die der Bewältigung von Krisen bisher zur Verfügung stehenden Strategien dringend und schnell durch neue Strategien ersetzt werden müssen, die in sehr kurzer Zeit zu implementieren sind.

In Anbetracht der zu erwartenden Krise ist Eile geboten!

Die Implementierung der Architektur von Komplexität ist auf extreme Geschwindigkeit getrimmt worden.

Wirtschaftsbetriebe können in Ausbildungswellen im Schnellverfahren das Wissen internalisieren. Der Kommunismus oder andere Ideologien hatten den Nachteil, dass sie enorm viel Zeit benötigten, um wirksam zu werden. Die Architektur von Komplexität kann sehr schnell implementiert werden.

Summa Summarium darf behauptet werden, dass es genug Anlass gibt, stille Diplomatie kombiniert mit Politik, neue kreative Ansätze und einer positiven Energie umzusetzen.

Nach Einstein:
“Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind”

Managament of Change

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